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Aktuelles

„Der Klimawandel läuft“ - IG BAU- Landesvertretung Bayern und Fachgruppe Bayern positionieren sich

2019-08-27 18:07 von Andreas Schlegel

Die Mitglieder der Landesvertretung Bayern und der Fachgruppe Bayern in der IG BAU erarbeiteten auf ihrem Seminar am 10- 11. Mai in Paulushofen Forderungen und Positionen zur Forstwirtschaft und Wald im Klimawandel

Der Klimawandel verändert den Wald und unsere Arbeit schneller als gedacht. Die Bedingungen ändern sich, Naturwälder wachsen künftig unter anderen Bedingungen. Bei einer Erwärmung von 2 Grad werden sich die Wuchsbedingungen für ein Drittel der Bayerischen Waldflächen so verändern, dass auch Experten keine Aussage geben können, welche Waldgesellschaften sich dort natürlich einstellen werden. Bei einer Erwärmung von 3 Grad können für 80-90% der Waldflächen Bayerns darüber keine Aussagen getroffen werden.

Die geregelte Forstwirtschaft wird zunehmend durch Zwangsnutzungen ersetzt. Betriebsabläufe ändern sich. Technikorientierte Lösungen werden gesucht, maschinelle  und digitale Systeme werden erprobt und kommen zum Einsatz. Welche Rolle werden die Beschäftigten dabei bekommen?                                              

Unser waldökologisches Wissen ist veraltet. Prozesse in Wäldern werden anders ablaufen als bisher. Die Beteiligung nichtheimischer und standortsfremder Baumarten in Waldökosystemen muss bei einem zunehmenden Artenschwund noch kritischer hinterfragt werden.

Wir können den Wald und die darin lebenden Lebensgemeinschaften bestmöglich auf den Klimawandel vorzubereiten. Dazu müssen alle Verantwortlichen in der Staatsregierung und in Betrieb und Verwaltung schnell handeln und Beschäftigte mit einbinden. Möglichkeiten gibt es viele: Instrumente für die Forstverwaltung müssen ergänzt, die bayerische Forstwirtschaft mehr unterstützt werden. Der Bedarf an Fachpersonal reicht längst nicht aus, und auch bei der forstlichen Ausbildung gibt es Handlungsbedarf.

Wichtig ist auch die Klärung der Frage, wie naturgemäß die Forstwirtschaft unter veränderten klimatischen Bedingungen künftig noch sein kann.

Unsere Forderungen beziehen sich auf das waldbauliche Handeln, das Personal und die Ausbildung/Fortbildung.

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